Löschzug übt gemeinsam den Ernstfall

geschrieben von: Kraus Harald | Kreisbrandmeister

Am 04. Mai war der Gedenktag des Heiligen Florian. Er ist den Meisten als Schutzheiliger der Feuerwehrleute bekannt, in dieser Zeit feiern auch viele Feuerwehren im Landkreis Forchheim ihre traditionellen Florianstage. In diesem Jahr wird der 04 .Mai vielen Feuerwehrleuten in Bayern in Erinnerung bleiben, da Starkregen zu Überschwemmungen und großen Schäden in Unterfranken geführt haben.

Im Landkreis Forchheim waren auch zahlreiche Wehren im Einsatz, der Schwerpunkt lag im Bereich von Gräfenberg, Thuisbrunn und Egloffstein.

Passend hierzu, übte für sogenannte Flächen- u. Großschadenslagen der Löschzug des Bezirks 2/4. Insgesamt gibt es 14 Löschzüge im Landkreis Forchheim. Die Feuerwehren Heroldsbach-Thurn mit ihrem Mehrzweckfahrzeug  (MZF) und dem Löschgruppenfahrzeug (LF 16/12) zusammen mit den Wehren aus Hallerndorf mit dem Tanklöschfahrzeug (TLF 16/ 25) und Pautzfeld mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) bilden den Löschzug 2/4 im Landkreis. Die Übung fand dieses mal in Pautzfeld statt, dort musste die Ortsfeuerwehr Pautzfeld vor der Übung noch einen Unwettereinsatz abarbeiten.

Treffpunkt des Löschzuges war an einer vorab benannten Koordinate am Gerätehaus in Eggolsheim. Im Zugverband, geführt vom Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehren Heroldsbach/Thurn unter der Leitung des Zugführers Klaus Ponner fuhren die Einsatzkräfte der Wehren dann eine weitere Koordinate an.

Eine gemeinschaftlich Einsatzübung, mit der Simulation eines LKW-Brandes mit eingeklemmter Person, am Kanal am Sportheimgelände in Pautzfeld, machte die Zugübung komplett. U.a. wurde großer Wert auf die Führung und Zusammenarbeit gelegt. Mehrzweckfahrzeuge sind hierbei als Führungsmittel ein wichtiger Baustein. MZF´s besitzen eine umfangreiche Beladung und nutzen der Einsatzleitung bei kleineren und mittleren Einsätzen.
In diesem Zusammenhang, konnte auch in Verbindung mit der Integrierten Leitstelle (ILS) Bamberg Forchheim die sogenannte „Kennzeichenabfrage“ mit Übertragung der Rettungskarte geübt werden. Nach schweren Verkehrsunfällen können Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Rettungskräfte müssen deshalb in der Lage sein, schnell Entscheidungen zu Treffen. Daher haben die Fahrzeughersteller für jedes neue Fahrzeugmodell eine sogenannte Rettungskarte erstellt. Die Rettungskarte kann im Bedarfsfall über z.B. dass Kennzeichen abgefragt werden. Hierzu ist es notwendig, dass im Vorfeld entsprechende Daten bei der ILS für die Übermittlung hinterlegt wurden und eine Möglichkeit besteht, diese im Einsatzfall vor Ort auch nutzen zu können.