4 Jahre und fast 700 Einsätze

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DORMITZ – Seit mittlerweile vier Jahren gibt es nun die First Responder Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Dormitz. Mit fast 700 Einsätzen in diesem Zeitraum sind die qualifizierten Ersthelfer ein wichtiger Bestandteil des Rettungsdienstes im südlichen Landkreis Forchheim und im angrenzenden Landkreis Erlangen-Höchstadt.

Als die Feuerwehr Dormitz zusammen mit dem neu gegründeten Förderverein am 23. März 2012 zur Einweihung und Indienststellung ihres Einsatzfahrzeuges lud, konnte man sich noch nicht wirklich vorstellen, welche Dimensionen dieses Projekt annehmen würde. Der Startschuss fiel am ersten April 2012, als sich die ersten diensthabenden Ersthelfer bei der Leitstelle einsatzbereit meldeten. Natürlich ließen die ersten Einsätze nicht lange auf sich warten.

Das Einsatzfahrzeug konnte man damals vom Arbeiter-Samariter-Bund in Gräfenberg übernehmen. Der Audi A4 Quattro hatte dort bereits seit 2003 als Notarzt- und Einsatzleiter-Fahrzeug seinen Dienst verrichtet. Leider mussten in der Vergangenheit immer wieder kostenintensive Reparaturen daran durchgeführt werden, sodass der Wunsch nach einem neuen Einsatzfahrzeug immer größer wurde.

Gesagt getan! Am 24. April 2016, als fast genau 4 Jahre nach dem ersten Dienst, ging der Wunsch nach einem neuen Fahrzeug in Erfüllung. Als Vorstand und nichtärztlicher Leiter der First Responder Dormitz hatte Matthias Fuchs für diesen Tag nach Dormitz geladen. Nach der kirchlichen Fahrzeugsegnung vor der Mehrzweckhalle folgte ein kleiner Festkommers in deren Inneren. Die fast bis auf den letzten Platz gefüllte Halle zeugte von der Wertschätzung gegenüber den Ersthelfern in der Bevölkerung und der benachbarten Gemeinden, Feuerwehren und Vereinen. Matthias Fuchs berichtete über die derzeit 30 aktiven Helferinnen und Helfer. Bei den rund 700 Einsätzen mussten insgesamt 17 Menschen reanimiert werden. Neun dieser Menschen konnte man erfolgreich wiederbeleben.

Auch Kreisbrandrat Oliver Flake sprach den First Respondern seine Glückwünsche aus und lobte ihr Engagement. Klaus Friedrich, Landesfeuerwehrarzt im LFV Bayern sprach von einer bemerkenswerten Leistung. „Eine Feuerwehr, die sich neben ihren Pflichtaufgaben auch noch der qualifizierten Ersten-Hilfe verschreibt, verdient unser aller vollsten Respekt und Wertschätzung. Das gesegnete Einsatzfahrzeug soll die freiwilligen Helfer immer wieder gesund nach Hause bringen und kein Fahrzeug der Feuerwehr sein, sondern ein Fahrzeug aller Mitbürgerinnen und Mitbürger, die schnelle und qualifizierte Hilfe benötigen“, betonte Friedrich.

Noch ein paar Daten und Fakten zum neuen Einsatzfahrzeug:
Als Basis dient ein Honda CR-V SUV mit Allradantrieb und 155 PS von der Firma Honda Fensel in Kalchreuth. Den feuerwehrtechnischen Ausbau hat die Firma Compoint aus Forchheim übernommen. Die Beklebung wurde durch die First Responder selbst gestaltet und bei der Firma Compoint beklebt. Zur medizinischen Beladung zählen Notfallrucksäcke und eine Kindernotfalltasche. Ein Defibrillator (AED) ist ebenso an Bord wie eine Absaugungs- und Sauerstoffeinrichtung. Für Verkehrsunfälle wird eine Absicherungsausrüstung und verschiedenste Aufbrechwerkzeuge mitgeführt. Bei Entstehungsbränden steht den Helfern zukünftig ein Hydrofix Hochdrucklöscher und ein Feuerlöscher zur Verfügung. Bei der Rettung Ertrinkender soll eine Sicherungsleine wertvolle Dienste leisten. Das Fahrzeug ist sowohl mit Analog- und Digitalfunk ausgerüstet. Es verfügt über eine telemetrische Navigation, wodurch die Leitstelle sämtliche Einsatzdaten auf das Navigationssystem übertragen kann. Den Ersthelfern stehen somit schon auf der Anfahrt wichtige Informationen zum Patienten zur Verfügung und die Navigation kann ohne Zeitverlust sofort gestartet werden. Eine moderne LED-Sondersignalanlage mit Zusatzblitzern erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr.

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