Absturz eines Segelfliegers am Flugplatz Hetzleser Berg

geschrieben von: Burkhardt Florian | KFV Forchheim

ERMREUTH/GLEISENHOF - Am Freitagabend (21.06.2019) stürzte am Flugplatz Hetzleser Berg ein doppelsitziges Segelflugzeug ab. Ein Szenario was im ersten Moment vielleicht eine Einsatzübung vermuten lässt, aber in diesem Fall leider bitterer Ernst war.

Um 17:50 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle die Feuerwehren aus Ermreuth, Rödlas, Walkersbrunn, Dachstadt, Igensdorf, Neunkirchen, Gräfenberg und die Kreisbrandinspektion mit dem Einsatzstichwort „VU Flugzeug - abgestürzter Segelflieger“. Ein Segelflugzeug soll beim Start aus rund 30 Metern in ein benachbartes Feld gestürzt sein. Zwei Personen sollen sich noch im Flugzeug befinden. Aufgrund der engen bzw. begrenzten Zufahrtssituation zum Flugplatz wurden die Einsatzkräfte in einen durch die Leitstelle definierten Bereitstellungsraum in Ermreuth gesammelt. Die Fahrzeuge für die technische Rettung wurden direkt zur Einsatzstelle geschickt. Hier erwies sich die vorbildliche Einweisung durch Flugplatzangehörige als sehr hilfreich. An jeder Abzweigung waren hier Personen abgestellt worden, welche die Einsatzkräfte zur Einsatzstelle lotsten.

Die Einsatzstelle befand sich unweit des Flugplatzes in einer Obstplantage. Das Fluggerät hatte dort mehrere Bäume gestriffen und war schlussendlich unter Kirschbäumen zum Liegen gekommen. Die beiden Insassen saßen noch im Flieger und wurden bereits durch den Rettungsdienst versorgt. Durch die Kräfte der Feuerwehr wurde zeitgleich die Rettung mittels hydraulischen Rettungssatz und Säbelsäge durchgeführt. Letzteres erwies sich aufgrund der Leichtbauweise aus Holz und GFK für das geeignetere Rettungsgerät. Die beiden verletzten Personen wurden anschließend mit zwei Rettungshubschraubern abtransportiert.

Noch während der Rettungsmaßnahmen wurde die Absturzstelle durch die Polizei großräumig abgesperrt und ein Sachverständiger für Flugunfälle angefordert. Die örtlich zuständige Feuerwehr Ermreuth blieb bis zur Unfallaufnahme und Bergung des Wracks an der Einsatzstelle. Beim Einbruch der Dunkelheit musste die Einsatzstelle noch ausgeleuchtet werden. Die Feuerwehr war mit rund 80 Einsatzkräften vor Ort. Der Rettungsdienst bestehend aus drei Rettungswägen, zwei Rettungshubschraubern, einem Notarzt und einem Einsatzleiter Rettungsdienst war mit rund 20 Einsatzkräften beteiligt. Die Einsatzleitung hatte Kreisbrandmeister Berthold Burkhardt.

Am 11. Oktober 1981 kam es auf dem Flugplatz schon einmal zu einem Absturz. Damals mussten unter anderem durch die Feuerwehr Neunkirchen zwei Tote geborgen werden (Quelle: FF Neunkirchen). Die zwei Piloten vom Freitagabend hatten Gott sei Dank einen guten Schutzengel. Laut Informationen des Flugsportvereines Erlangen-Nürnberg werden beide, trotz ihrer schweren Verletzungen, vermutlich keine bleibenden Schäden behalten.

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