Alarmübung zwischen Ebersbach und Marloffstein

geschrieben von: Wimmelbacher Daniel | FF Ebersbach

EBERSBACH – „Verpuffung in einem Gartenhäuschen mit verletzter Person an der Verbindungsstraße zwischen Ebersbach und Marloffstein.“ Mit diesem Stichwort wurde die FF Ebersbach am Samstag den 10.10.2015 um 18:52 Uhr zur Alarmübung durch die ILS Bamberg alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich folgende Lage heraus: Das Gartenhäuschen aus dem starker Rauch drang, war verschlossen und musste durch die Kameraden mit Halligan-Tool und Feuerwehraxt gewaltsam geöffnet werden.

Nachdem festgestellt wurde, dass sich keine Person in dem Gartenhäuschen aufhielt wurden sofort Suchtrupps gebildet um die vermisste Person zu finden. Eine Person mit  tiefer Schnittwunde am linken Unterarm konnte bereits nach kurzer Zeit an einer Böschung gefunden und durch eine zum Sanitäter ausgebildete Kameradin medizinisch betreut werden. Während der Betreuung der verletzten Person, stellte sich heraus, dass noch eine weitere Person vermisst wurde. Wieder wurden Suchtrupps gebildet und das gegenüberliegende Waldstück mit Einsatzleuchten durchsucht. Auch die zweite Person, welche eine Verletzung am Schienbein hatte, konnte nach kurzer Zeit gefunden und betreut werden.

Ein erster Löschversuch mit einem ABC-Pulverlöscher am Brandobjekt blieb wegen eines defektes am Feuerlöscher erfolglos. Da das Fahrzeug der FF Ebersbach keinen Wassertank besitzt und die Einsatzstelle über einen Kilometer vom nächsten Hydranten entfernt war, wurden bereits am Gerätehaus drei Kameraden damit beauftragt vom Löschwasserbehälter im Ort ein Wasserfass mit Löschwasser zu füllen. Als Pufferspeicher  wurde der 3000l Faltbehälter aufgebaut. Weil sich das Szenario nachts abspielte musste die Einsatzstelle mit Hilfe des Teleskopstatives und Beleuchtungseinheit zusätzlich ausgeleuchtet werden. Nachdem der Traktor mit Löschwasser an der Einsatzstelle eingetroffen war, konnte der Faltbehälter gefüllt und 2 C-Rohre vorgenommen werden. Um die Brandbekämpfung noch effektiver zu gestalten wurde auf der Rückseite des Häuschens mit Hilfe der Motorsäge eine weitere Löschöffnung geschaffen.

An der Einsatzübung nahmen insgesamt 21 Kameradinnen und Kameraden teil. Um die Menge der Aufgaben abarbeiten zu können wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Aufgabe des ersten Abschnittsleiter war es die Einsatzstelle zu sichern und die Personensuche durchzuführen. Dem zweiten Abschnittsleiter wurden die Löschwasserversorgung mit Faltbehälter, die Brandbekämpfung und die Einsatzstellenausleuchtung aufgetragen. Koordiniert wurde der Einsatz durch den Kommandanten, der als Einsatzleiter fungierte.

Nach ca. 1,5 Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Da gerade bei kleineren Wehren wie der FF Ebersbach die Einsatzzahlen sehr gering sind, ist es unerlässlich solche Alarmübungen durchzuführen. Speziell unsere jüngeren Kameraden konnten hier sehr viel lernen. Ein großer Dank geht an die zwei „verletzten Personen“ und Allen die bei den Vorbereitungen geholfen haben. (wda)

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