Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Heroldsbach/Thurn

geschrieben von: Frank Ramona | FF Heroldsbach/Thurn
HEROLDSBACH/THURN - Am 14. und 15. Juli 2018 fand der Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Heroldsbach/Thurn statt. Für 10 Mädels und Jungs ging es am Samstag morgen um 8:00 los. Nachdem die Quartiere bezogen waren, ging schon der erste Alarm um 8:20 Uhr ein. In der Hub wurde eine verunreinigte Fahrbahn gemeldet.
Für die Jugendlichen hieß es dann im Eiltempo umziehen, Autos besetzen und zur Einsatzstelle fahren. Dort fanden sie eine Spur aus verschüttetem Rindenmulch vor, der auf der Straße verschüttet worden war. Ganz realitätsnah wurde zum Abtransport der örtliche Bauhof „nachalarmiert“, der beim Abtransport des Rindenmulchs helfen sollte. Kaum zurück am Gerätehaus alarmierte die Sirene aufgrund eines brennenden Mülleimers die Jugendlichen erneut. Zügig ging es in Richtung Einsatzstelle. Die Jugendlichen bauten eine Wasserversorgung auf und konnten damit dann das Feuer bekämpfen. Ganz wie im echten Leben stand auch Dienstsport auf dem Programm. In der Hirtenbachhalle mussten die Jugendlichen einen Parkour aus verschiedenen Stationen absolvieren. Dazu gehörten unter anderem verschiedene Geschicklichkeits- und Kraftübungen. Kaum war der Sport beendet kam erneut ein Alarm, Einsatzgrund diesmal war ein Kellerbrand mit zwei vermissten Personen in der Sankt-Michael-Straße. Da das LF die Straße nicht risikofrei befahren konnte, mussten Schläuche von der Hauptzufahrtsstraße in die Nebenstraße verlegt werden. Unter Atemschutz erkundeten zwei Jugendliche anschließend das verrauchte Gebäude und konnten sowohl das Feuer löschen und die vermissten Personen finden und retten. Aufgrund der hohen Temperaturen und der schwierigen Einsatzbedingungen war dieser Einsatz durchaus Kräftezehrend, weshalb sich die Jugendlichen danach sehr auf ihr Mittagessen freuten.
 
Sehr zeitig nach dem Mittagessen hieß es wieder „Alarm für die Jugendfeuerwehr Heroldsbach/Thurn“ mit dem Einsatzstichwort „Person eingeklemmt“. Im Löffelholzweg war eine Person unter eine beladene Gitterbox geraten. Der Einsatzleiter und Gruppenführer hatte bei diesem Einsatz aber noch mit anderen Problemen  zu kämpfen: Eine Meute an schlagzeilenbedürftigen Reporten war schon vor der Feuerwehr an der Einsatzstelle und musste durch die Feuerwehrleute erst einmal von der Einsatzstelle entfernt werden. Danach konnten die Jugendlichen die Person mit Hebekissen und Unterbaumaterial unter der Gitterbox befreien.
 
Unterdessen wurde am Gerätehaus bereits ein kleiner Erste-Hilfe Kurs für die Mädels und Jungs vorbereitet. Manuel und Carina aus der aktiven Mannschaften erklärten, wie unterschiedliche Wunden versorgt werden und man Brüche behandelt. Ihr neu erworbenes Wissen konnten die angehenden Feuerwehranwärter direkt beim nächsten Einsatz unter Beweis stellen: Beim Klettern im Wald war eine Person vom Baum gefallen und musste Erstversorgt werden. Zudem war eine weitere Person als vermisst gemeldet. Gruppenführer Jonas Kaiser alarmierte daher weitere Kräfte nach und stellte ein Team für die Vermisstensuche zusammen. Die Person konnte schließlich auf einem Baum gefunden und von dort gerettet werden.
Zurück am Gerätehaus konnten die Jugendlichen ein bisschen verschnaufen und entspannen, bevor es gegen 17:00 Uhr zum nächsten Einsatz ging. In einem Wohnhaus in der Ringstraße wurde ein ausgelöster Heimrauchmelder gemeldet. Vor Ort stellte sich tatsächlich heraus, dass es sich um einen Wohnungsbrand mit vermissten Personen handelte. Zeitgleich wurde versucht den Brand zu bekämpfen und die Person über ein Fenster zu retten. Auch dies gelang den Jugendlichen ohne Probleme . 

Gegen 18:45 Uhr ging es zum letzten größeren Einsatzes des Tages erneut in die Ringstraße. Bei der Mosterei Kupfer wurde eine vermisste Person gemeldet, die aufgrund von fehlenden Medikamenten aller Wahrscheinlichkeit nach bewusstlos war. Die Person wurde nach kurzer Suche in einem Kessel gefunden und konnte gerettet werden. Nach dem Abrücken wurde am Gerätehaus Pizza bestellt und ein kleines Lagerfeuer entzündet, an dem man den Abend scheinbar gemütlich ausklingen lassen konnte. Gegen 22:00 Uhr ging jedoch erneut der Alarm für die Jugendfeuerwehr Heroldsbach/Thurn. Die Brandmeldeanlage der Hirtenbachhalle meldete einen ausgelösten Rauchmelder. Vor Ort konnte der Einsatzleiter jedoch feststellen, dass eine betrunkene Personen diesen ausgelöst hatte. Zur Sicherheit wurden die Räumlichkeiten jedoch trotzdem kontrolliert. Es konnte jedoch nichts gefunden werden. Danach hieß es für alle nach dem anstrengenden Tag Bettruhe bis am Sonntag um ca. 5:50 Uhr die Jugendlichen aufgrund einer brennenden Gartenhütte in Oberheroldsbach aus dem Schlaf gerissen wurden. Der letzte Einsatz des Berufsfeuerwehrtages konnte somit erfolgreich absolviert werden. 
 
Organisatorisch machen den Tag immer eine ganze Menge an Leuten möglich. Bereits Wochen und Monate im Voraus starten die Planungen welche potentiellen Einsätze gefahren werden können. Dafür wird Rücksprache mit den jeweiligen Eigentümern der Gebäude gehalten. Ebenso wird die Leitstelle in Bamberg informiert, damit es beispielsweise aufgrund von Rauchentwicklungen wie beim letzten Einsatz nicht zu Fehlalarmierungen kommt. Am Tag selber stellen sich immer wieder aktive Kameradinnen und Kameraden zur Verfügung, die die Jugendlichen unterstützen. Auch das Essen muss organisiert und besorgt werden. Dies geschieht ebenfalls durch Feuerwehrler. Damit das Ganze in Bild und Ton festgehalten wird, kümmern sich wieder andere darum, dass die Actionkameras aufgeladen, auf den richtigen Autos verteilt werden und vor dem Einsatz rechtzeitig angeschaltet werden. Die Hauptaufgabe haben jedoch die vier Jungs, die die Einsätze organisieren, durchführen und mitunter auch die Verletzen oder andere betroffene Personen mimen. Gleichzeitig wird durch sie die Leitstelle Heroldsbach gestellt, damit das Einsatzszenario für die Jugendlichen so real wie möglich gehalten werden kann. Die Alarmierung funktioniert übrigens über Funkgeräte, über die Sirenenton, gefolgt von der Durchsage des Einsatzgrundes. Ein herzlicher Dank geht daher an alle die mitgeholfen, mitorganisiert und dabei waren. Nur durch diese Leute kann der Berufsfeuerwehrtag jedes Jahr erneut das Highlight der Jugendfeuerwehr werden.
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