Brand einer Asylunterkunft in Gößweinstein

geschrieben von: Burkhardt Florian | KFV Forchheim

GÖSSWEINSTEIN - Um 01:21 Uhr wurden vergangenen Samstag (20.08.2016) zunächst die Freiwilligen Feuerwehren aus Gößweinstein, Behringersmühle, Bieberbach und Ebermannstadt zu einem Zimmerbrand mit Person in Gefahr in die Burgstraße nach Gößweinstein alarmiert. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einheiten, darunter Kreisbrandmeister Michael Lorke sowie der örtliche Kommandant Marcel Zweck, an der Einsatzstelle ein.

Zu diesem Zeitpunkt stand das Gebäude in der Burgstraße, welches früher als Gaststätte diente und jetzt als Unterkunft für Asylsuchende genutzt wird, bereits nahezu im Vollbrand. Sofort ließen KBM Lorke und Kommandant Zweck das Alarmstichwort auf B4 erhöhen. Mit der Alarmdurchsage "Vollbrand Asylunterkunft in Gößweinstein" wurden dann durch die Integrierte Leitstelle Bamberg weitere 9 Feuerwehren aus dem Landkreis Forchheim und Bayreuth, sowie die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) nachalarmiert.

Über die zwei Drehleitern aus Ebermannstadt und Waischenfeld (Lkr. Bayreuth), sowie zahlreiche Rohre vor und neben dem Brandobjekt konnte das Feuer binnen einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden. Das Hauptaugenmerk der Kräfte lag hierbei auf dem Schutz der angrenzenden Gebäude, was sich aufgrund der engen Bebauung teilweise als eine Herausforderung darstellte. Ein direkt angrenzendes Gästehaus wurde vorsorglich evakuiert. Die Einsatzleitung wurde zwischenzeitlich durch den zuständigen Kreisbrandinspektor Wolfgang Wunner übernommen. Unterstützt wurde er von einigen Führungskräften der Kreisbrandinspektion, darunter auch Kreisbrandrat Oliver Flake.

Im Objekt waren zum Zeitpunkt des Brandes insgesamt 8 Asylsuchende untergebracht. Diese hatten beim Eintreffen der Feuerwehr das Objekt bereits verlassen und wurden in einer nahegelegenen Bankfiliale betreut und versorgt. Sie wurden im weiteren Einsatzverlauf durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser verbracht.

Der große Wasserbedarf für die Lösch- und Abschirmungsmaßnahmen wurde zusätzlich über zwei Löschwasserbehälter im Ortsgebiet sichergestellt. Hierfür mussten zwei längere Schlauchstrecken verlegt werden. Die Feuerwehreinsatzleitung bedient sich zur Koordination des Einsatzes der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung, welche an einer Tankstelle Stellung bezogen hatte. Hierbei kam neben dem Einsatzleitwagen (Kater FO 12/1) auch der Gerätesatz UG-ÖEL aus Kersbach, mit dem dazugehörigen Schnelleinsatzzelt zum Tragen.

Nachdem aufgrund der Einsatzlage, einem brennenden Asylheim, mit verstärkten Medieninteresse zu rechnen war, wurde frühzeitig eine Medienbetreuung durch Kreisbrandrat Oliver Flake und Kreisbrandmeister Florian Burkhardt eingerichtet. In Absprache mit der Polizei konnten dadurch die anwesenden Medienvertreter mit ständig aktuellen Informationen aus einer Hand versorgt werden.

Bei regelmäßigen Lagebesprechungen im Zelt der UG-ÖEL wurden die erforderlichen Einsatzmaßnahmen abgesprochen. Die ersten Einsatzkräfte konnten gegen 4 Uhr aus dem Einsatz entlassen werden. Gegen 5 Uhr übernahm wieder der zuständige Kommandant Marcel Zweck die Einsatzleitung und koordinierte die Nachlöscharbeiten von seinem Mehrzweckfahrzeug aus.

Die Gößweinsteiner Wehr war den ganzen Tag über im Einsatz. Hierbei wurden die Einsatzkräfte der Polizei bei der Ursachenforschung unterstützt und eine Brandwache gestellt. Am Nachmittag musste das Objekt gesichert und einige Glutnester abgelöscht werden.

Im Einsatz waren:
FF Gößweinstein
FF Behringersmühle
FF Bieberbach
FF Ebermannstadt
FF Etzdorf
FF Morschreuth
FF Kirchenbirkig (BT)
FF Kleingesee
FF Pottenstein (BT)
FF Reuth
FF Stadelhofen
FF Thuisbrunn
FF Waischenfeld (BT)
FF Leutzdorf (Brandwache Samstag auf Sonntag)
UG-ÖEL des Lkr. FO
FF Kersbach mit Gerätesatz UG-ÖEL
Führungskräfte der Kreisbrandinspektion KBR Flake, KBI Wunner, KBI Messingschlager, KBM Lorke, KBM Hetz, KBM Brendel und KBM F. Burkhardt
THW Forchheim mit zwei Fachberatern
Rettungsdienst mit zwei RTW, zwei KTW, einem ELRD und einem NEF
Stadtwerke und Wasserversorgung
Bürgermeister Hanngörg Zimmermann

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Ferdinand Merzbach von News5 für die Bilder und das Videomaterial.

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