Dachstuhlbrand bei eisigen Temperaturen

geschrieben von: Burkhardt Florian | KFV Forchheim

THUISBRUNN – Als am vergangenen Mittwoch (07.12.2016) zahlreiche Einsatzkräfte aus dem Forchheimer Oberland nach Thuisbrunn gerufen wurden, stand der Dachstuhl eines Bauernhauses bereits lichterloh im Vollbrand. Um 7:30 Uhr erhielt die Integrierte Leitstelle Bamberg-Forchheim die Mitteilung, über einen Dachstuhlbrand in der Ortsmitte von Thuisbrunn (Stadt Gräfenberg).

Nachdem zu diesem Zeitpunkt nicht hundertprozentig davon ausgegangen werden konnte, dass sich keine Personen mehr in Gefahr befanden, wurden die Feuerwehren Thuisbrunn, Gräfenberg, Egloffstein und Haidhof mit dem Einsatzstichwort „B3 Person/Brand Dachstuhl“ alarmiert.

Bereits beim Eintreffen der schnell anrückenden Einsatzkräfte stand der Dachstuhl im Vollbrand. Die Erkundung und die Befragung der umliegenden Anwohner ergab, dass keine Personen in Gefahr waren. So wurde durch den Einsatzleiter Heiko Hofmann der Schutz der angrenzenden Gebäude und die Brandbekämpfung des Dachstuhles priorisiert, da das Objekt inmitten von mehreren Scheunen und Wohnhäusern lag.

Um vor die Lage zu kommen und genügend Einsatzkräfte inklusive schweren Atemschutzes vor Ort zu haben, wurde durch den Einsatzleiter eine Alarmstufenerhöhung auf „B4“ veranlasst und dadurch die Feuerwehren Weißenohe und Mittelehrenbach alarmiert. Die mitalarmierte Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung wurde nicht benötigt und konnte die Alarmfahrt abbrechen.

Sorgen machte den Einsatzkräften vor allem die Dachständerverkabelung des brennenden Objektes. Der Mast des Wohnhauses war durch die enorme Brandeinwirkung sehr labil und drohte abzustürzen. Ein sicheres Arbeiten der Einsatzkräfte war somit erst nach der Abschaltung der Stromzufuhr durch das Bayernwerk möglich. Diese durchtrennten im weiteren Einsatzverlauf auch die zulaufenden Kabelstränge, um mit der Drehleiter aus Gräfenberg gezielte Löscharbeiten durchführen zu können.

Durch die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion wurden in Kooperation mit der Einsatzleitung drei Einsatzabschnitte gebildet. Über zwei Schlauchleitungen, eine von einem Löschwasserbehälter und eine von einem offenen, fließenden Gewässer, wurde die Wasserversorgung sichergestellt. Ein Innenangriff war nach der Erkundung durch einen Trupp der Feuerwehr Thuisbrunn nicht mehr möglich.

Aufgrund der winterlichen Temperaturen, hatten die rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und dem Technischen Hilfswerk mit teilweise gefrierenden Löschwasser auf der Straße zu kämpfen. Aus diesem Grund wurde frühzeitig der Kreisbauhof mit Streusalz an die Einsatzstelle beordert. Im weiteren Einsatzverlauf entschied man sich, die Feuerwehr Pretzfeld mit dem Dekon-P und dem beheizten Schnelleinsatzzelt nachzualarmieren. Dort konnten sich die Einsatzkräfte aufwärmen und wurden mit warmen Getränken versorgen. Die Verpflegung hatte eine örtliche Metzgerei und einige Anwohner übernommen.

Durch das schnelle und effektive Handeln aller beteiligten Einsatzkräfte konnte schlussendlich ein Übergreifen des Brandes auf benachbarte Gebäude verhindert werden. Das Brandobjekt selbst, konnte leider nicht mehr gerettet werden.

Im Einsatz waren folgende Einsatzkräfte:
Feuerwehr Thuisbrunn
Feuerwehr Gräfenberg
Feuerwehr Egloffstein
Feuerwehr Haidhof
Feuerwehr Weißenohe
Feuerwehr Mittelehrenbach
Feuerwehr Pretzfeld (Dekon-P mit Schnelleinsatzzelt)
Feuerwehr Igensdorf (Unterstützungspersonal Drehleiter)
ASB Gräfenberg (zwei RTW, NEF, ELRD)
Verbindungspersonen THW Forchheim und Kirchehrenbach
PI Ebermannstadt (zwei Streifen + Dienststellenleiter)
Kriminalpolizei Bamberg

Vom Inspektionsdienst des Landkreises Forchheim waren Kreisbrandrat Oliver Flake, Kreisbrandinspektor Markus Wolf und Ernst Messingschlager sowie die Kreisbrandmeister Ludwig Baumann, Thomas Windisch, Michael Langenhan und Florian Burkhardt in das Einsatzgeschehen eingebunden.

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