Dienstbetrieb der Kinderfeuerwehren

geschrieben von: Christian Wolfrum | Kreisbrandmeister

- Stand 20.09.2020 -

Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden,

wie geht es weiter mit den Kinderfeuerwehren? Diese Frage stellen sich sicherlich einige Kameraden und Kameradinnen aktuell. Während der Dienstbetrieb in der aktiven Mannschaft, sowie bei der Jugendfeuerwehr gemäß dem Stufenplan langsam hochgefahren wurde, wurden die Kinderfeuerwehren bisher nicht berücksichtigt.

Dafür gibt es einen plausiblen Grund. Kinderfeuerwehren sind keine Pflichtaufgabe der gemeindlichen Feuerwehr.

Folgende aktuelle Information ging aus der Geschäftsstelle des Landesfeuerwehrverbandes Bayern e.V an den Fachbereich 14 (Kinderfeuerwehren):

Es ist für uns alle absolut nachvollziehbar, dass die Betreuer/* in den Startlöcher stehen und langsam ungeduldig werden. Auch wir wünschen uns nichts mehr als eine Rückkehr zur Normalität und beobachten die Entwicklung bei der Corona Pandemie sehr genau. Das Problem im Umgang mit den Kindern liegt darin, dass diese bis zu drei Wochen infektiös sein können, ohne selbst irgendwelche Symptome zu zeigen. Aus diesem Grund wäre es unsere Empfehlung gewesen, mit Ende der Sommerferien die Betreuung der Kindergruppen – sofern es die Entwicklung zulässt – wieder aufzunehmen. Wie Ihr sicher auch mitbekommen habt, kann es aufgrund der aktuellen Lage nicht zur Umsetzung der Stufe 3 unserer Hinweise für die Wiederaufnahme des Ausbildungs- und Übungsbetriebs kommen. Somit müsste auch die Betreuung der Kindergruppen ausgesetzt bleiben.
Unabhängig von unserer Empfehlung gilt aber vom Grundsatz her, dass im Bereich der Kinderbetreuung seit dem 1. Juli 2020 organisierte Spielegruppen und Ferientagesbetreuungen wieder zugelassen sind. Sofern sich also Aktivitäten der Kindergruppe der organisierten Spielegruppe zuordnen lassen, wären diese möglich, wenn ein Schutz- und Hygienekonzept vorliegt, das sich am Rahmen-Hygieneplan Kindertagesbetreuung orientiert (siehe Anlage und zusätzlich auch der Leitfaden zum Umgang mit Kindern mit Erkältungssymptomen
in der Kindertagesbetreuung.
Unter Beachtung der Anlagen ist daher aus meiner Sicht eine Betreuung der Kinder im Rahmen organisierter Spielegruppen denkbar. Die Entscheidung muss aber immer aufgrund einer in eigener Verantwortung angestellten Gefährdungsbeurteilung unter Beachtung der örtlichen Verhältnisse (Fallzahlen) vor Ort getroffen werden. Im Hinblick auf die systemrelevante Rolle, die die Feuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung spielen, sollte dabei auf die Nutzung der örtlichen Feuerwehrräumlichkeiten für Kinderfeuerwehren vorerst noch verzichtet werden.
Es macht sicher einen Unterschied, ob ich bei einem Infektions- oder Verdachtsfall einen Kindergarten schließen muss oder eine Feuerwehr.
(Quelle LFV-Bayern; Uwe Peetz)

Wir als Kreisbrandinspektion schließen uns der Meinung des LFV Bayern grundsätzlich an. Letzten Endes entscheidet jeder Kommandant bzw. Vorsitzende selbst. Hier sollte einfach der gesunde Menschenverstand an erster Stelle stehen. Treffen im Freien (soweit es das Wetter zulässt) sind sicherlich unbedenklicher als Treffen in Innenräumen. Ein transparentes Verhalten zwischen Betreuern, Eltern und der Führung sollte auf jeden Fall stattfinden. Nur so können wir uns und unsere Feuerwehren schützen und die Pandemie gemeinsam überstehen.

Für Rückfragen stehen wir Euch jederzeit zur Verfügung.

Mit kameradschaftlichen Grüßen,

 

Oliver Flake Christian Wolfrum
Kreisbrandrat Kreisbrandmeister,
Kreisjugendfeuerwehrwart
   
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