Drohnen im Feuerwehreinsatz?

geschrieben von: Burkhardt Florian | KFV Forchheim

WÜRZBURG – Immer mehr Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben machen sich Gedanken, ob ihre tägliche Arbeit durch die Anschaffung einer Drohne erleichtert werden würde. Aus diesem Grund veranstaltete die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg am Freitag, den 20. Juli 2018 ein Tagesseminar zum Thema „Drohnen im Feuerwehreinsatz“. 

Einen ganzen Tag lang ging es in Würzburg um die unbemannten Fluggeräte, die für manch einen nicht mehr als ein kleines Technik-Spielzeug sind. Doch weit gefehlt! Die Entwicklung von Multicoptern schreitet so schnell voran, sodass sie in naher Zukunft zu einem wichtigen Führungsmittel werden könnten. Das Tagesseminar in Würzburg richtete sich vor allem an Führungskräfte der Feuerwehren, welche eine Drohnenbeschaffung planen. Welche Gesetze sind aktuell einzuhalten, welche Einsatzmöglichkeiten hat so ein Einsatzmittel und welche Technik ist am Markt verfügbar. Auch ein Mitglied der Kreisbrandinspektion Forchheim nahm an diesem Seminar teil.

Diese kleinen, mit viel Technik bestückten Fluggeräte erfreuen sich auch in der Bevölkerung immer wachsender Beliebtheit. Aus diesem Grund musste der Gesetzgeber zum 01. Oktober 2017 mit einer Drohnenverordnung ein einheitliches Regelwerk veröffentlichen, welches den Betrieb und die Nutzung von Drohnen regelt. Zwar gelten darin besondere Regeln, zum Beispiel für Feuerwehren, doch gibt das Gesetzesblatt auch viel Raum zur Interpretation. Mit hochrangigen Vertretern der Regierung, des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, des Deutschen Feuerwehrverbandes und rund 50 Teilnehmern aus ganz Bayern wurden unter anderem auch diese Interpretationsräume diskutiert und die Teilnehmer in diesem Bereich sensibilisiert.

Wie ist das generelle Nachtflugverbot zu handhaben, oder was ist ein „Drohnenführerschein“? Macht dieser Kenntnisnachweis, trotz Ausnahmeregelung für Feuerwehren nicht vielleicht doch Sinn? Wieviel Personal wird bei einem Einsatz von Drohnen gebunden? Das ist nur eine kleine Auswahl an Fragen, die es zu klären und zu diskutieren galt.

In einer Stationsausbildung wurden auch einige am Markt erhältliche Modelle vorgestellt. Dadurch war es den Teilnehmern möglich, den eigenen Bedarf einer solchen Drohne abzustecken. Nicht jede Drohne ist nämlich für jede Feuerwehr gleichermaßen geeignet. Unterschiede in der Topographie oder in den unterschiedlichen Anwendungsbereichen macht eine bestimmte Modellempfehlung nahezu unmöglich.

Die Einführung von Drohnen als Führungsmittel der Feuerwehr steckt aktuell noch in den Kinderschuhen. Dadurch macht auch eine Stationierung bei größeren Feuerwehren aktuell noch keinen Sinn. Der Großteil der Teilnehmer sieht aktuell die Vorhaltung eines solchen Fluggerätes eher auf Landkreisebene, oder zum Beispiel bei der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung.

Wann oder ob im Landkreis Forchheim eine Drohne zum Einsatz kommt, ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht geklärt. Für rechtliche oder beschaffungstechnische Fragen steht euch aber Kreisbrandmeister Florian Burkhardt jederzeit zur Verfügung.

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