Erste Modulare Truppausbildung beendet

geschrieben von: Wunner Wolfgang | FF Weilersbach

WEILERSBACH - Erstmal wurde im Landkreis Forchheim die neue Ausbildungsform in den bayerischen Feuerwehren, die sog. Modulare Truppausbildung durchgeführt. 23 meist jugendliche Kameradinnen und Kameraden aus den Feuerwehren Hagenbach, Lützelsdorf, Pretzfeld, Ebermannstadt und Weilersbach stellten sich nach einer 9 monatigen Ausbildung der theoretischen und praktischen Prüfung in Weilersbach.

Der Pilotlehrgang im Landkreis wurde von Kreisbrandmeister Wolfgang Wunner organisiert und es waren diverse Ausbilder aus den beteiligten Feuerwehren eingebunden.

Bereits seit 2012 arbeitet das Innenministerium daran die Grundausbildung an die neuen und aktuellen Themen anzupassen wie z.B. alternative Energien, Fahrzeugantriebe, Umgang mit den Medien wie Facebook oder Twitter, Hygiene im Einsatz oder  physische und psychische Belastungen im Einsatz.  Hierbei kam erstmals das neu geschaffene PSNV (psychosoziale Notfallversorgung) – Team des Kreisfeuerverbandes bei der Ausbildung zum Einsatz. Diese Team kann bei schwierigen Einsätzen für die psychische Betreuung von Feuerwehraktiven angefordert werden.

Neben vielen neuen Themen wurde natürlich die derzeitige Feuerwehrtechnik behandelt, wie Fahrzeugkunde, Löschgeräte, Rettungsgeräte, Leitern, Beleuchtungs- und Warngeräte sowie die Handhabung von Strahlrohren. Alle Teilnehmer absolvierten zusätzlich eine 16 – stündige 1. Hilfe Kurs.  Diese neue Ausbildungsordnung beinhaltet auch eine Sprechfunkerausbildung in der neuen digitalen Form, die in Kürze auch im Landkreis Forchheim eingesetzt wird. Vorher wurde dies durch einen extra Lehrgang im Landkreis vermittelt.

Neben der inhaltlichen Modernisierung der Feuerwehrgrundausbildung ist auch ein Umdenken in der Didaktik erfolgt. Vorher wurden die Feuerwehranwärter mit viel theoretischen Wissen gefüttert. Dies hat sich nun geändert. Die Inhalte des Lehrganges wurden vermehrt in praktischen Ausbildungseinheiten vermittelt. Die individuellen Fähigkeiten der Lerngruppe sollen dabei voll genutzt werden. Wenn jemand aus der Jugendfeuerwehr das Rollen und Auswerfen eines Schlauches schon beherrscht, kann dieses Thema überspringen. Der Ausbilderleitfaden gibt aus diesem Grund keine festen Unterrichtseinheiten mehr vor und dient lediglich als Richtwert um den Ausbildungsleiter die Planung zu erleichtern.

Alle 23 Teilnehmer mussten sich dann einer theoretischen Prüfung mit 50 Fragen sowie 3 feuerwehrtechnischen Einzelprüfungen, eine 1. Hilfe Aufgabe und einer Gruppenprüfung unterziehen.
Bei der abschließenden Prüfungsbesprechung war die Freunde groß, dass alle mit guten Ergebnissen, das sogenannte Basismodul, bestanden haben. KBM Wolfgang Wunner betonte die Premiere sei sehr gut verlaufen. Mit Bestehen dieser Prüfung erlangen die Anwärter/innen die Berechtigung zur Teilnahme bei Einsätzen, wobei natürlich die Altersvorgaben nach Gesetz beachtet werden müssen. Es folgt nun das Ausbildung- und Übungsmodul in den jeweiligen Feuerwehren und mit dem Bestehen erlangt man die Truppführerqualifikation. Damit kann man an dann weiterführende Lehrgänge an den Feuerwehrschulen besuchen.

Alle Teilnehmer und Ausbilder aus den Feuerwehren waren sich einig, dass man die Ausbildung überörtlich weiterführen muss, wobei verschieden Feuerwehren beteiligt sind. Man lernt sich kennen und sieht andere Feuerwehrhäuser, andere Fahrzeugtechnik und hört auch anderen Meinungen, aus denen man viel lernen kann. Besonders förderlich ist diese Form natürlich bei gemeinsamen Einsätzen, man kennt sich untereinander und natürlich die Technik der Nachbarfeuerwehr.

Beim Pizzaabschlussessen im Feuerwehrgerätehaus Weilersbach wurde dann vorgeschlagen im Sommer noch eine gemeinsame Großübung mit den Teilnehmern der beteiligten Feuerwehren abzuhalten. Auch diese interkommunale Zusammenarbeit sollte beispielhaft im ganzen Landkreis durchgeführt werden.

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