Gasleitung bei Tiefbauarbeiten beschädigt

geschrieben von: Burkhardt Florian | KFV Forchheim

NEUNKIRCHEN – Seinen Arbeitstag hatte sich ein Baggerfahrer, welcher mit Tiefbauarbeiten auf dem alten Bahnhofgelände in Neunkirchen am Brand beschäftigt war, wahrscheinlich anders vorgestellt. Kurz nach halb 12 erwischte er mit seinem Bagger eine Gas-Hausanschlussleitung auf dem Grundstück zwischen der Bahnhofstraße und der Von-Pechmann-Straße. Sofort setzte er einen Notruf ab und brachte sich und einige Anwohner in Sicherheit.

Durch die Integrierte Leitstelle Bamberg-Forchheim wurden daraufhin gemäß dem neuen Einsatzstichwort ABC 2 – Gefahrstoffaustritt – die Feuerwehren aus Neunkirchen am Brand, Dormitz, Gräfenberg sowie der Inspektionsdienst des Landkreises alarmiert.

Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte aus Neunkirchen konnte die Gefahr rasch gebannt werden. Ein Trupp unter schweren Atemschutz quetschte die abgerissene Leitung mithilfe eines hydraulischen Rettungsspreizers ab, sodass kein Gas mehr ausströmen konnte. Mithilfe eines Gasmessgerätes wurde die Einsatzstelle und die Umgebung überwacht, sowie zusammen mit den Kräften aus Dormitz der Brandschutz sichergestellt.

Durch ein Großaufgebot von Polizeikräften und den nachalarmierten Feuerwehren aus Hetzles und Kleinsendelbach wurde eine großräumige Absperrung um den Einsatzort eingerichtet. Der Verkehr wurde bereits an den Ortseingängen umgeleitet und der Nahbereich durch Polizeibeamte abgesperrt. Die Kräfte aus Gräfenberg standen mit ihrem P250 Pulverlöschanhänger bereit, die Kameraden im Notfall bei Löschmaßnahmen zu unterstützen.

Das Schadensereignis führte auch zu einer umfangreichen Alarmierung des Rettungsdienstes, welcher sich im Bereich des nahegelegenen Altenheimes sammelte. Diese Tatsache veranlasste wohl manchen Schaulustigen dazu, einige „Unwahrheiten“ zu verbreiten. Noch während den Reparaturarbeiten durch den Energieversorger wurde die Einsatzleitung der Feuerwehr, welche Kreisbrandinspektor Markus Wolf innehatte, sowie die Polizei mit den Gerüchten konfrontiert, das Altenheim werde evakuiert. Besorgte Angehörige hatten sich dort bereits eingefunden, um Bewohner in Empfang zu nehmen. Seitens der Einsatzleitungen konnte dieses Gerücht jedoch schnell aus der Welt geräumt werden. Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die nahegelegenen Kindergärten, Schulen und das Altenheim. Eine Evakuierung war zu keiner Zeit geplant!

Für die rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Energieversorger war der Einsatz nach ca. eineinhalb Stunden beendet. Im Landkreis Forchheim war es in dieser Woche bereits der zweite ABC-Einsatz. Schon am Montag mussten die Forchheimer Einsatzkräfte in einem Supermarkt am Paradeplatz tätig werden.