Löschzüge aus dem Landkreis üben unterschiedliche Szenarien

geschrieben von: Harald Kraus + Dietmar Willert | Kreisbrandmeister

Nachdem Coronabedingt keine bzw. nur eingeschränkte Übungsmöglichkeiten über den eigenen Zuständigkeitsbereich hinaus möglich waren, die Inzidenzen zurzeit wieder Möglichkeiten eröffneten, trafen sich die Löschzüge der Kreisbrandmeisterbereiche 2/2 (Willert) in Wiesenthau und 2/4 (Kraus) in Heroldsbach, erstmals nach knapp 2 Jahren wieder, um unterschiedliche Übungsszenarien zu proben.

Löschzug des Kreisbrandmeisterbezirks 2/2 Übung „Vegetations- und Flächenbrände

Die immer häufiger auftretenden Vegetations – und Flächenbrände mit immer größer werdenden Schadensausmaß, fordert die Feuerwehren immer mehr. Die damit einhergehenden Ausbildungen vor Ort zu Vegetationsbrandbekämpfung haben inzwischen fast regelhaft bei den Feuerwehren Einzug gehalten. Die Löschwasserversorgung über lange Schlauchstrecke ist mit dieser Thematik unmittelbar verbunden. Bei der Übung des Löschzug 2/2 wurde sich intensiv diesem Thema angenommen, sodass die Kameraden*innen tatkräftig beim Aufbau der Wegstrecke, bei der Bedienung der Pumpen und bei der Wasserabgabe die notwendigen Handgriffe üben konnten.

Unterschiedliche Höhen der Wasserentnahme bzw. der Wasserfortleitung in offener Schaltreihe forderten die Maschinisten und zeigten auch die Grenzen des Materials sowie die notwendigen Abstimmungen zwischen den Maschinisten auf.  Die „Pufferung“ des Löschwassers in einem Faltbehälter erfordert eine durchgängige Kontrolle der zugeführten bzw. der entnommenen Wassermenge. So ergab, dass z.B. bei Pumpenausfall in dieser Übung ein 5000l Faltbehälter max. eine Reserve von 3 Minuten bietet.

Nach zwei Stunden wurde die Übung beendet und man traf sich zu einer „Nachbesprechung“ im Feuerwehrgerätehaus Wiesenthau.

 

Löschzug des Kreisbrandmeisterbezirks 2/4 – Übung „Flächenlage-Unwetter“

Bei Flächen- und Sonderlagen wie beispielsweise bei einem Unwetter nach Starkregen, ist es wichtig, dass Hilfsorganisationen gut aufeinander abgestimmt sind und somit gezielt den Bürgerinnen und Bürger im Schadensfall helfen können. Aufbauenden auf die Informationsveranstaltung Sandsacklogistik, Hochwasserschutz und Deichverteidigung beim THW Forchheim vor einigen Wochen, übte der Löschzug 2/4 das Thema nochmals in einem Übungsszenario an der Grund- u. Mittelschule in Heroldsbach.

Angenommen wurde, dass mehrere Kellerräume im Schulgebäude nach Starkregen unter Wasser stehen und ein Eindringen der Wassermassen durch Verbau von Sandsäcken gestoppt werden musste. Das THW Forchheim unterstützte den Löschzug mit der Bereitstellung von Sandsäcken. Die Feuerwehren verbauten das Material und setzen entsprechende Tauchpumpen im Gebäude ein.

Die Löschzüge im Landkreis Forchheim können auf Anforderung, zum Beispiel bei Flächen- und Sonderlagen alarmiert werden und wurden in allen Kreisbrandmeisterbezirken aufgestellt.

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