Landkreisübergreifende Einsatzübung

geschrieben von: Heidkamp Frank | FF Poxdorf

HAGENAU/POXDORF - Die freiwilligen Feuerwehren müssen einmal im Jahr im Rahmen einer realistischen Einsatzübung ihr Können unter Beweis stellen. Durch das langjährige gute Verhältnis der beiden Feuerwehren Hagenau und Poxdorf ist es naheliegend eine solche Einsatzübung landkreisübergreifend gemeinsam durchzuführen wie es im Ernstfall jederzeit zur Realität werden kann.


Am 09.05.2016 um 19.00 Uhr wurden die beiden Feuerwehren  durch die Integrierten Leitstellen Nürnberg und Bamberg zu einer „Unklaren Rauchentwicklung“ nach Hagenau in die Egerlandstraße alarmiert. Nach der ersten Erkundung durch die Feuerwehr Hagenau zeichnete sich folgende Situation ab: Eine Party mehrerer Jugendlicher war aus dem Ruder gelaufen. Aus dem Gebäude drang dichter Rauch und man hörte Hilfeschreie. Vor dem Gebäude brannte ein unkontrolliertes Lagerfeuer, an dem ebenfalls hilflose Personen vorgefunden wurden.

Die Feuerwehr Hagenau ging unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor, während die FW Poxdorf gemeinsam mit der FW Hagenau die Wasserversorgung sicherstellte und dann mit weiteren Atemschutztrupps die Hagenauer Kameraden unterstütze.
Das ebenfalls alarmierte BRK richtete eine Verletzen Sammelstelle ein und begann mit der Versorgung der Verletzten, welche durch weitere Mitglieder der beiden Feuerwehren in und um das Gebäude gefunden wurden. Die leichter verletzten Personen berichteten dann über Jugendliche, die in Panik von dem Gelände in mehrere Richtungen davongelaufen waren. Somit entschied der Einsatzleiter der Feuerwehr Hagenau, die BRH Rettungshundestaffel aus Forchheim hinzuzuziehen, da das Gelände sehr weitläufig war und keiner genau sagen konnte, wie viele Jugendliche weggelaufen waren. Die Flächensuchhunde fingen an, die Gegend hinter dem Gebäude abzusuchen und konnten in der näheren Umgebung mehrere leichtverletzte und verstörte Jugendliche finden und dem Rettungsdienst übergeben. Parallel zur Flächensuche wurde ein Mantrailer (Personenspürhund) eingesetzt: Dieser verfolgte die Spur eines vermissten Mädchens in Richtung Dorfmitte. Auch das Mädchen wurde wohlbehalten auf einer Terrasse eines Anwohners gefunden und zurück gebracht. Da noch immer eine Person abgängig war, wurde das Gebäude noch von einem Trümmerhund abgesucht. Nach ca. 5 Minuten wurde die Fundstelle vom Hund angezeigt und die vermisste Person von der Feuerwehr geborgen.

Der Einsatzleiter konnte nach ca. 2 Stunden die Einsatzübung beenden. In einer kurzen Nachbesprechung wurden alle Einsatzkräfte und Helfer für die gute landkreisübergreifende Übung und ihre Einsatzbereitschaft gelobt.
Die anwesenden Feuerwehrführungskräfte Kreisbrandmeister Willibald Hofmann und Kommandant der Feuerwehr Hagenau Alois Ritter  bedankten sich bei allen Aktiven, den Jugendlichen aus beiden Jugendfeuerwehren die sich als Statisten zur Verfügung gestellt haben und bei den Organisatoren der Übung, die diese zuvor einige Stunden lang vorbereitet hatten.

Als Schlusswort geht noch der Aufruf an die Mitbürger der beiden Gemeinden sich aktiv am Feuerwehrdienst zu beteiligen. Neue Kameradinnen und Kameraden sind bei der Feuerwehr oder den anderen beteiligten Hilfsorganisationen jederzeit herzlich willkommen.

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