Neuanschaffung Mehrzweckboot Katastrophenschutz / Ölwehr für den Landkreis Forchheim

geschrieben von: Oliver Fake | Kreisbrandrat
Vertreter vom Landratsamt sowie Kreisbrandinspektion und dem THW Forchheim Vertreter vom Landratsamt sowie Kreisbrandinspektion und dem THW Forchheim

LANDKREIS FORCHHEIM - In den 1970er Jahren wurden vom Staatsministerium des Innern staatseigene Katastrophenschutzboote für Zwecke der Ölwehr beschafft. Ab 1992 wurden diese Boote zur Ölwehr nicht mehr als staatseigene Ausstattung beschafft bzw. ersatzbeschafft, sondern nur noch im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmitteln gefördert.

Im THW-Ortsverband Forchheim war bereits in diesen frühen Jahren ein Boot zur Sicherstellung der Ölwehr im Landkreis Forchheim stationiert. Das THW übernahm somit die Ölaufnahme und die Feuerwehr Hausen die Aufgabe der Separation des aufgenommenen Schadstoffes.
Für die inzwischen ca. 30 Jahre alten staatseigenen Boote konnte die Einsatzbereitschaft und Fahrtüchtigkeit nur noch bedingt gewährleistet werden.
Durch dieses Förderprogramm sollte vorrangig die dringend erforderliche Ersatzbeschaffung dieser Boote angeschoben werden und ist Bestandteil des Sonderinvestitionsprogramms Katastrophenschutz. Als Zuwendungsempfänger sind die Landkreise vorgesehen.

Der Landkreis Forchheim konnte sich somit bei der Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes für den Brand- und Katastrophenschutzes diesen Sachverhalt zu Nutze machen und diese zwingend notwendige Beschaffung für die Ölwehr sowie für die
neuen Herausforderungen auf der Bundeswasserstraße Main-Donau-Kanal mit einer 70% Förderung des Freistaats realisieren.

Das Landratsamt, der Kreisbrandrat und das THW betonen, dass diese Anschaffung eine zielgerichtete Investition zur Förderung des Brand- und Katastrophenschutzes darstellt und die Stationierung beim Technischen Hilfswerk Forchheim die hervorragende Ausbildung, jahrelange Erfahrung und Einsatzbereitschaft in diesem Fachbereich weiter ausbaut.

Da dem Förderprogramm die bestehende Feuerwehr-Norm zu Grunde liegt, eröffnet dieses Boot zusätzlich die Einsatzoption der Brandbekämpfung durch Verwendung eines Löschmonitors und stellt somit einen maximalen Nutzen für die gemeinsame
Gefahrenabwehr durch die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk dar. Diese hervorragende Zusammenarbeit von Landkreis, Feuerwehr und THW spiegelt sich auch in der Außenerscheinung des 220 PS starken Mehrzweckbootes wider. Alle Organisationen der technischen Gefahrenabwehr und die Gebietskörperschaft schmücken die Bordwände und verdeutlichen diese richtungsweisende Zusammenarbeit.

Das Boot konnte von den Katastrophenschützern und dem Landratsamt zum Jahreswechsel am neuen Standort in Forchheim begrüßt werden.

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