PSNV – Unterricht in Weilersbach

geschrieben von: Wunner Wolfgang | FF Weilersbach

WEILERSBACH - In Verbindung mit der 1. Übung im neuem Jahr 2015 war auch das PSNV – Team des Landkreises Thomas Schuster und Prof. Dr. Stephan Eitner zu einer Ausbildungseinheit vor Ort.

Nachdem Schuster das Team mit Einsatzkräften aus dem Landkreis, dessen Einsatzstruktur und Alarmierungsmöglichkeiten vorgestellt hatte, stellte er in prägnanter und anschaulicher Art und Weise dar, dass jede Feuerwehr betroffen sein kann oder eventuell schon betroffen war, ohne das dies für die Beteiligten offensichtlich wurde. Thomas Schuster verdeutlichte dies am Beispiel von Feuerwehrkameraden oder -kameradinnen, die ohne ersichtlichen Grund irgendwann nicht mehr zu Übungen und Einsätzen erscheinen.

Schließlich stellte Eitner die möglichen Ursachen, den Verlauf und die Interventionsmöglichkeiten „vor“, „während“ und „nach“ einem potenziell belastenden Einsatz dar. Er betonte, dass es verschiedene Reaktionsmöglichkeiten des Körpers und der Psyche auf entsprechende Einsätze geben kann. Ein Einsatz kann Abläufe und Veränderungen im Körper in Gang setzen, die willentlich nicht mehr zu beeinflussen sind und die, wie eine Verletzung, mal besser oder schlechter heilen können. So kann ein Feuerwehrdienstleistender an einem schwierigen und stressigen Einsatz „wachsen, „keinerlei Reaktionen zeigen“ oder aber „psychisch belastet“ werden. Jede dieser Reaktionen ist eine angemessene Reaktion auf ein ungewöhnliches Ereignis, den Einsatz. In jedem Fall sollte der Feuerwehrdienstleistende aber vorbereitet sein, um damit eine psychische Belastung, bis hin zur Ausbildung einer posttraumatischen Belastungsstörung und sich daraus ableitender weiterer Krankheitsbilder, zu vermeiden. Hier sieht das Team auch seine vorrangige Aufgabe. Im Rahmen von Winterschulungen und der neu strukturierten Truppmannausbildung, in der die „PSNV-Schulung“ ein verpflichtendes Modul darstellt, bietet sich das Team als Dienstleister für die Feuerwehren im Landkreis an, diese Schulungen durchzuführen.
Die 50 anwesenden Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Weilersbach bewerteten das Angebot und die Ausführung sehr positiv und jede Feuerwehr im Landkreis sollte diese Form der Ausbildung einmal durchgeführt haben.

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