Update der Hinweise für den Ausbildungs-, Übungs- und Dienstbetrieb vom 06.07.2020

geschrieben von: Oliver Flake | Kreisbrandrat

Sehr geehrte Kameraden*innen,
sehr geehrte Damen und Herren,

im Folgenden erhalten Sie das Schreiben des Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration "Hinweise für den Ausbildungs- und Übungsbetrieb der Feuerwehren während der Corona-Pandemie ab 01. Juli 2020" vom 06.07.2020.


Ab dem 01.07.2020 kann der Ausbildungs- und Übungsdienst unter Berücksichtigung einiger Punkte durchgeführt werden.

Die Bayerische Staatsregierung hat mit der „Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung“ vom 19.06.2020 (6. BayIfSMV) weitere Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Auch nach der 6. BayIfSMV gilt grundsätzlich ein allgemeines Abstandsgebot, nachdem jeder angehalten wird, die physischen Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum zu reduzieren und den Personenkreis möglichst konstant zu halten sowie, wo immer möglich, einen Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. In geschlossenen Räumlichkeiten ist darüber hinaus stets auf ausreichende Belüftung zu achten. Es ist weiterhin zu beachten, dass die Feuerwehren zur kritischen Infrastruktur gehören und ein coronabedingter Ausfall einer Feuerwehr unbedingt vermieden werden muss.
Bei der Entscheidung über die Durchführung des Ausbildungs-, Übungs- und Dienstbetriebes sind weiterhin die regionalen Gegebenheiten, insbesondere die örtliche Entwicklung der Zahl der Infizierten, in die Überlegungen einzubeziehen. Beim Auftreten eines besonderen Infektionsgeschehens im Einsatzbereich der jeweiligen Einheit ist der Ausbildungs- und Übungsdienst sofort einzustellen; vor Wiederaufnahmen ist eine Abstimmung mit der zuständigen Gesundheitsbehörde erforderlich. Ab 01.07.2020 kann der Ausbildungs- und Übungsdienst unter Berücksichtigung nachfolgender Punkte durchgeführt werden:

Die Durchführung von Ausbildungen und Übungen der aktiven Mannschaft und oder Jugendfeuerwehr, auch mit einzelnen Mitgliedern aus mehreren Feuerwehren eines Landkreises sind grundsätzlich wieder möglich (z.B.: MTA-Zusatzmodule, Fahrsicherheitstraining, Feuerwehrführerschein, Brandübungs-Container, Atemschutz- Belastungsübungen, Leistungsprüfungen). Beim Üben von benachbarten Feuerwehren ist sicherzustellen, dass bei einer Infektion nicht beide Feuerwehren komplett ausfallen würden, sondern dass die Einsatzbereitschaft ggf. über eine gegenseitige Vertretung gewährleistet wäre.

  • Praktische Ausbildungen in Kleingruppen mit max. Gruppenstärke und max. 2–3 Ausbilder/Schiedsrichter je Gruppe. Auch hierbei ist, sofern möglich, auf größtmögliche Sicherheitsabstände zu achten.
  • Übungen sind weiterhin vornehmlich im Freien durchzuführen.
  • Bei theoretischen Ausbildungen in geschlossenen Räumen ist je Teilnehmer ein Mindestabstand von 1,5 m vorzusehen. Insgesamt sollte auch bei größeren Räumen eine Teilnehmerzahl von max. 50 nicht überschritten werden. Auf Partner- oder Gruppenarbeit sollte verzichtet werden. Auf regelmäßige und ausreichende Lüftung sollte geachtet werden.
  • Umkleideräume und Sanitärbereiche (einschl. Duschen) sind unter Beachtung der Abstandsregelung (mind. 1,5 m Abstand) und zeitversetzt einzeln zu nutzen.
  • Während der Ausbildung bzw. Übung ist grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, insbesondere wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. MNS-Masken können bei Bedarf bei der Kreisbrandinspektion angefordert werden.
  • Erste-Hilfe-Ausbildungen, Reanimationstraining und First-Responder-Übungen sollen weiterhin nicht stattfinden.
  • Besondere Vorsicht erfordert auch weiterhin der Umgang mit benutzten Atemschutzmasken und Lungenautomaten bei Einsätzen und Übungen. Hier besteht eine hohe Infektionsgefahr durch die Kontamination mit möglicherweise virenbelastetem Speichel. Die Anwesenheit bei Übungen und Einsätzen ist – ggf. übungsgruppen- bzw. fahrzeug- und funktionsbezogen – zum Zweck der Kontaktnachverfolgung für mindestens 14 Tage zu dokumentieren.

Zur Durchführung notwendiger Gremiensitzungen, Kommandantenwahlen u.ä. wird jeweils mit gesonderter Mail über die aktuelle Rechtslage nach der Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung informiert. Weitere Informationen sind u.a. auch auf der „Lernbar“ der Staatlichen Feuerwehrschulen in Bayern verfügbar.

Was bedeutet dies konkret für die Feuerwehren im Landkreis Forchheim:
 

  • Die MTA-Ausbildung kann auf Basis der hier aufgezeigten Maßnahmen durchgeführt werden. Die Prüfungen können nach den Sommerferien abgenommen werden und sind mit den zuständigen KBM und KBI abzustimmen.
  • Die Termine zur Abnahme der Leistungsprüfungen können nach den Sommerferien stattfinden. Die Terminabstimmung mit der Kreisbrandinspektion erfolgt wie gehabt.
  • Die Ausbildungsangebote des Lehrgangskatalogs der Feuerwehren des Landkreises Forchheim werden nach den Sommerferien neu strukturiert den Feuerwehren zur Verfügung gestellt.
  • Die Atemschutzbelastungsübungen werden im Landkreis Forchheim auf Basis des IMS von uns gesondert bewertet und wurden einer Gefährdungsbeurteilung unterzogen.
    Den Feuerwehren wird bis nach den Sommerferien eine dezentrale Möglichkeit und Struktur zur Ableistung dieser Übungen übermittelt.
    Der Fokus der zentralen Atemschutzausbildung wird auf die ausgefallenen Grundausbildungen gelegt werden.

Es wird sich vorbehalten die Lage situationsbedingt neu zu bewerten. Insbesondere die Orientierung nach den Sommerferien wurde auf Basis der jetzigen Situation definiert und ist jedoch unter Vorbehalt der Lageentwicklung zu sehen. Eine Information für die Jugend- und Kinderfeuerwehren wird separat erfolgen.

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Oliver Flake
Kreisbrandrat

Anlagen:

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